Kapitel 3

Kapitel 3

Gaza, Israel
5. Mai 2260 A.D.
13:41 Uhr

Schüsse hageln in die Wand, neben der Joe in Deckung gegangen ist. Er gibt Finn ein Zeichen in den Gang zu seiner linken zu gehen und seine Feinde von der Flanke anzugreifen. Keith gibt er ein Zeichen dasselbe mit der anderen Flanke der Assassinen zu tun. Er selbst schießt blind mit seiner Waffe um die Ecke um die Assassinen abzulenken, die Gaza angreifen. Das größte Problem ist sie zu sehen, denn sie nutzen eine moderne Tarntechnologie. Das einzige, was man von ihnen sieht, ist ein leichtes Flimmern in der Luft, wenn sie sich bewegen, und das Mündungsfeuer ihrer Waffen, wenn sie schießen. Finn und Keith kommen endlich bei den Flanken an. Sie lehnen sich abwechselnd um die Ecke und schießen auf die Invasoren. 3 der 5 Angreifer fallen sofort den Schüssen zum Opfer. Einer wird nur enttarnt, da ein Schuss die Tarntechnologie an seinem tiefschwarzen Anzug zerstört, die durch einen Rucksack, in dem wahrscheinlich ein kleiner Generator steckt, betrieben wird. Noch im selben Augenblick lehnt sich Joe um die Ecke und schießt ihm Kugeln direkt in den Kopf. Der letzte Angreifer flieht. Das Team schafft es nicht mehr ihn einzuholen. Wieder ein erfolgreicher Auftrag. Sie gehen zurück zum Truppentransporter, welcher im Zentrum der Stadt gelandet ist. Mit diesem fliegen sie zurück nach Toulouse, wo sie, wenn sie Glück haben, Zeit zum Ausruhen finden werden. Denn sobald eine Stadt von den Assassinen angegriffen wird, müssen sie los, da sie eine Spezialeinheit sind, welche die Assassinen von den Städten fernhält die noch bewohnt sind.
Das Landungsschiff fliegt nach Norden, als es, nach kurzer Zeit, plötzlich unter Flakfeuer gerät.
„Was zum Geier ist hier los?!“, brüllt Joe zu Caroline, ihrer Pilotin.
„Flakbeschuss!“
„Seit wann haben diese kleinen Kittelmännchen Luftabwehr?!“
„Ich hab keine Ahnung. Aber macht euch auf eine harte Landung gefasst. Ich glaub kaum, dass ich die Kiste noch oben halten kann!“
Bei diesen Worten wird ein großes Loch in die Seitenwand des Schiffes gerissen. Joe und Keith schaffen es noch sich festzuhalten, doch Finn fällt aus mehreren Kilometern Höhe in die Tiefe.
„NEIN!“, entfährt es Keith daraufhin. Und noch bevor Joe ihn davon abhalten kann, schnappt er sich einen Fallschirm und springt Finn hinterher. Direkt darauf wendet sich Joe an Caroline.
„Geh runter! Wir müssen ihnen helfen wenn sie das überleben sollten!“
Allerdings erhält er keine Antwort.
„Caroline! Geh runter! Und zwar bevor es uns hier oben zerfetzt!“
Er läuft Richtung Cockpit und erkennt sofort warum er keine Antwort bekommt: Caroline wurde getroffen. Ihre Uniform ist rot vor Blut. Joe weiß, dass er keine andere Wahl hat. Er hievt Caroline aus dem Pilotensitz und setzt sich selbst hinter das Steuer. Wie jeder andere aus dem Team hat auch er eine Ausbildung im Fliegen der Landungsschiffe erhalten. Es ist schwer das Schiff noch halbwegs vernünftig zu manövrieren. Anscheinend wurde das ein oder andere Ruder getroffen und der Beschuss lässt auch nicht nach. Er zieht den Steuerknüppel so fest nach hinten wie er kann um den Flug etwas zu stabilisieren. Doch es gelingt nicht und das Landungsschiff rast immer weiter Richtung Boden.

Keith versucht Finn einzuholen, indem er geradewegs auf ihn zustürzt. Er hat Glück, denn Finn hat sein Bewusstsein nicht verloren und versucht durch Ausstrecken seiner Gliedmaßen seinen Fall zu verlangsamen. Keith legt seine Arme eng an den Körper und presst seine Beine zusammen um noch windschnittiger zu werden, damit er seinen Freund schneller erreicht. Er legt seinen linken Arm um dessen Oberkörper und umschließt mit seinen Beinen die Hüfte von Finn. Daraufhin zieht er mit der rechten Hand an der Reißleine. Der Fallschirm öffnet sich und der Fall der Beiden wird gebremst. Doch da der Fallschirm nur für eine Person konzipiert ist, sind sie noch immer zu schnell. Beide hoffen, dass sie trotzdem langsam genug sind um den Sturz zu überleben. Sie fallen gebremst immer weiter Richtung Boden. Schließlich erkennt Keith eine Erhebung in der Wüstenlandschaft und versucht darauf zuzulenken. Mit Erfolg! Sie landen, zwar mit etwas überhöhter Geschwindigkeit, weshalb der Sturz auch nicht gerade schmerzlos ist, aber dennoch ohne dauerhaften Schaden zu nehmen, auf einer Düne. Nur ein paar Minuten später erschüttert ein Knall die Gegend. Keith und Finn schauen in die Richtung, aus der der Knall kam. Es ist nur eine Rauchsäule zu sehen, aber beiden ist bewusst, was da runtergekommen ist: das Landungsschiff. Sie hoffen, dass Caroline und Joe überlebt haben und beschließen sich zu der Absturzstelle zu bewegen.

Damaskus, Palästina
6. Juni 1191 A.D.
Mittag

Alle sind auf ihren Positionen und ich werde die Stadt bald wieder verlassen können. Eigentlich schade, mir gefällt Damaskus. Doch meine Aufgabe ist wichtiger. Ich warte mitten in der Menschenmenge auf dem Marktplatz. William, Ali und Ashan haben sich auf den umliegenden Gebäuden positioniert und ihre Armbrüste bereits in Anschlag gebracht. Derjenige, der das Attentat eingeleitet hat, seinen Namen kenne ich immer noch nicht, wartet ebenfalls in der Menschenmenge. Schließlich ist der Augenblick da, auf den wir alle gewartet haben. Nur ad-Din kommt in Begleitung seiner Leibwachen über den Marktplatz. Die Wachen drängen die Menschenmenge beiseite, als plötzlich 3 der Wachen umfallen. Jede hat einen Bolzen in ihrem Hals oder Körper stecken. Einer der Bolzen hat eine Wache sogar am Kopf erwischt und dadurch einen Teil der Schädeldecke abgesprengt, was sich durch die Gehirnüberreste und nicht gerade wenig Blut auf dem Boden bemerkbar macht. Mein aufbrausender „Freund“ hat zum Glück nicht bemerkt, dass ich meinen Teil der Abmachung, die vierte Wache töten, nicht eingehalten habe. Er rennt auf unser gemeinsames Opfer zu, während die Menschenmenge in Panik auseinander rennt, zieht sein Schwert und fällt um - aufgrund eines Bolzens in seinem Hals, der aus meiner Miniarmbrust abgeschossen wurde. Ali, Ashan und Zacha sehen das zum Glück nicht, denn sie sind bereits verschwunden nachdem sie ihre Bolzen abgefeuert hatten. Der Herrscher kommt, in Begleitung seiner letzten Leibwache, lächelnd auf mich zu.
„Du hast mein Leben gerettet! Wie kann ich dir danken?“
„Indem du stirbst!“ ist das Einzige was ich ihm noch entgegne. Zu meinem Glück stehen seine Wache und er selbst sehr dicht nebeneinander. Ich ziehe mein Schwert und trenne in derselben Bewegung den Rumpf seiner Wache von deren Körper und den Kopf Nur ad-Dins von seinem Rumpf. Dann schwinge ich das Schwert wieder in Richtung Boden um das Blut abzuschütteln. Der Marktplatz ist nun, bis auf mich selbst, komplett leer. Alle anderen Personen hatten ihn bereits panisch verlassen als die Leibwachen Nur ad-Dins getötet wurden. Trotzdem muss ich jetzt schnell von hier verschwinden. Schließlich würde ein Blinder erkennen, dass ich die beiden getötet habe, denn immerhin ist meine Kleidung nun nicht mehr so sauber wie vor dem Attentat. Deshalb beschließe ich mich vorzugsweise durch die Gassen zu bewegen und hoffe darauf keinen Wachen zu begegnen. Kein leichtes Unterfangen, wenn die halbe Stadt wohl genau in diesem Augenblick versucht eben jene zu informieren.

*

Toulouse Stadtkern, Frankreich
6. Mai 2260 A.D.
15:52 Uhr

„Gibt es wieder einmal Überstunden?“ ist Michaels Nachfrage, als er das Zimmer betritt. Trassia ist schon seit über einem Tag nicht aufgewacht. „Die Assassinen hatten nun mal keinen geregelten Tagesablauf wie wir. Jeder verschwendete Tag hätte ihre gesamten Pläne zerstören können“, ist Jonathans kenntnisreiche Antwort auf die Frage.
“Ich hoffe, dass das nicht noch öfter vorkommen wird. Wenn ihr etwas geschieht…“
„Mach dir keine Sorgen. Ich werd schon auf sie aufpassen. Im Notfall können wir nur hoffen, dass es nicht schädlich ist sie einfach aus ihren Erinnerungen zu reißen.“
Plötzlich geht der Alarm los und eine Stimme ertönt über den Lautsprecher: „Bewegungsmelder zeigen 10 Personen nordwestlich, kurz außerhalb der Stadt, an. Alle Truppen auf einen Angriff vorbereiten.“
Michael entfernt sich nur widerwillig von Trassia. Doch er muss das Projekt und Trassia schützen. Sie ist ihre einzige Chance.
Deshalb läuft er zu seinem Spind und nimmt sich sein G42 Sturmgewehr, sowie einige Granaten. Dann rennt er aus dem Gebäude und verschanzt sich mit einigen anderen Männern in einem zerstörten Gebäude am nordwestlichen Stadtrand.

*

Toulouse Stadtkern, Frankreich
6. Mai 2260 A.D.
16:10 Uhr

Genetische Erinnerung:
Damaskus, Palästina
6. Juni 1191 A.D.
Mittag

Altaïr rennt durch die Gassen. Über Kisten und Fässer, die im Weg liegen, springt er einfach hinweg. Plötzlich sieht Trassia am Ende der Gasse etwas aufleuchten. Doch nur kurz, denn Altaïr nimmt ein Wurfmesser von seinem Gürtel und schaltet die Wache mit einem Wurf in die Kehle aus. Als er selbst am Ende der Gasse ankommt, rennt er jedoch nicht auf die Straße. Altaïr springt stattdessen an ein Fenstersims und zieht sich daran hoch. Dann greift er nach einem Stein, der nicht mehr als 5cm aus der Wand herausragt, und zieht sich auch an diesem hoch. So setzt er, mit einer unglaublichen Gewandtheit, seinen Weg auf das Dach des Hauses fort. Mit atemberaubender Geschwindigkeit setzt er seinen Weg aus der Stadt heraus über die Dächer fort, wobei ihm die enge Bauweise der Stadt zugunsten kommt. Er springt von Dach zu Dach. Plötzlich schlagen hinter ihm Pfeile ein - die Wachen haben ihn trotz aller Bemühungen doch gefunden! Er muss jetzt schnell zu seinem Pferd kommen und fliehen. Schließlich erreicht er die Schenke, vor der er sein Pferd festgebunden hatte, und springt vom Dach. Doch die Erleichterung die Flucht fast geschafft zu haben ist nur von kurzer Dauer, denn die Wachen erwarten ihn bereits. Irgendjemand muss herausgefunden haben, dass dies sein Pferd ist, und es den Wachen berichtet haben. Wahrscheinlich hat doch einer der rebellischen Bürger, welchen er zuvor seine Hilfe angeboten hatte, gesehen wie er den Kopf ihrer Bande erledigt hat. In einem offenen Kampf hat er keine Chance. Deshalb macht er auf der Stelle kehrt und flieht zu Fuß, die Wachen nur wenige Schritte hinter ihm. Sein Pferd muss er vorerst vergessen. Er rennt genau auf das Stadttor zu, welches noch immer repariert wird, und bemerkt die nächste Gruppe von Wachen zu spät, die dort bereits auf ihn wartet. Jetzt ist er umzingelt. Vor ihm stehen vier Wachen und von hinten nähert sich eine Zehnergruppe. Altaïr hat keine andere Wahl: Er muss kämpfen. Er greift mit seiner rechten Hand an seinen Gürtel und nimmt sich unauffällig 3 Wurfmesser. Jeweils eins zwischen 2 seiner Finger. Dann geht alles sehr schnell. Er blickt hinter sich und lässt seine rechte Hand herumschnellen, wobei er seine 3 Wurfmesser fliegen lässt. Diese bohren sich in die Kehlen von 3 Wachen, welche daraufhin direkt umfallen. Ihr Erstaunen steht ihnen noch ins Gesicht geschrieben. Dann rennt er nach vorne auf die vier Wachen zu. Als er bei der ersten ankommt setzt er seinen linken Fuß ein Stück nach hinten um etwas tiefer zu stehen. Dann greift er mit seiner linken Hand hinter seinen Rücken, zieht seinen Dolch, setzt seinen linken Fuß wieder etwas nach vorne und schneidet der Wache die Kehle durch. Er will sich gerade dem nächsten Gegner zuwenden, als ihn um ein Haar ein Schwerthieb von hinten aufschlitzt. Wäre er nicht so schnell, hätte dieser Schlag ihn erwischt. Bevor er sich also der nächsten Torwache zuwendet, rammt er seinem heimtückischen Verfolger den Dolch in den Fuß und verpasst ihm beim Aufstehen einen Kinnhaken. Dann rennt er auf die nächste Wache zu, steckt seinen Dolch wieder weg und zieht sein Schwert um deren Schlag zu blocken. Dann setzt er seinen rechten Fuß nach hinten, zieht sein Schwert kurz hoch und schlägt dann der Wache die Schlaghand ab, woraufhin der Mann blutend und schreiend zusammenbricht. Mit der dritten Wache, die bereits vor ihm steht, beschäftigt er sich nicht lange. Er schlägt ihr mit voller Wucht ins Gesicht. Gerade als Altaïr fliehen will attackiert ihn ein weiterer Feind von hinten. Altaïr bemerkt den Angriff noch rechtzeitig und bleibt stehen, da er sonst genau in den Hieb hineingelaufen wäre. Daraufhin will er die Wache attackieren. Doch diese scheint das erwartet zu haben und schlägt ihm das Schwert aus der Hand. Altaïr zögert allerdings nicht lange, lässt sich fallen und hebt sein Schwert an der Klinge wieder auf. Da er Wildlederhandschuhe trägt, kann die Klinge nicht verrutschen und ihn dadurch auch nicht schneiden. Die Wache holt bereits zum nächstem Schlag aus doch Altaïr rollt sich weg, woraufhin deren Klinge nur den Sand aufwirbelt. Altaïr nutzt die Verwirrung seines Gegners, welcher fest damit gerechnet hatte ihn zu erwischen, und schlägt ihm mit dem Handschutz den Schädel ein. Der vierten Torwache, die ihm jetzt ans Leder will, verpasst er noch einen Tritt und flieht daraufhin aus der Stadt. Er hofft, die Wachen in der Wüste abhängen zu können um danach nach Burg Masyaf zu reisen. Diese ist zum Glück nicht weit entfernt, denn sie liegt in einem Gebirge direkt neben Damaskus.

*

Toulouse Stadtrand, Frankreich
6. Mai 2260 A.D.
16:15 Uhr

Ich bin nervös. Dies ist mein erster Auftrag und wenn ich Pech habe, werde ich den nicht überleben. Wir nähern uns dem Stadtrand und ich vergewissere mich, ob meine Tarnung auch aktiviert ist. Und immer wieder schaue ich auf die leere Stelle, an der einst mein linker Ringfinger war. Das ist der Preis, den man zahlen muss, wenn man den Assassinen beitreten will.
„Sei nicht so nervös, Amon! Dieser Auftrag ist zu wichtig, also reiß dich zusammen! Wenn es nach mir ginge, wären wir sowieso ohne dich losgegangen, aber der Alte vom Berge will lieber, dass wir vollzählig mit einem Anfänger losgehen, als mit einem zu wenig aber dafür nur mit Veteranen“, sagte Marvin, der Anführer des zehn Mann starken Trupps, der in Toulouse eine Nachfahrin eines berühmten Assassinen der Altzeit entführen soll. „Dieser Auftrag kann über den Fortbestand unseres Ordens entscheiden! Und ab jetzt Funkstille!“ fügt er noch hinzu.
Wir schleichen uns langsam weiter an die Stadt heran. Wenn alles gut läuft, müssen wir nicht einmal unsere Waffen einsetzen. Allerdings glaube ich selbst nicht, dass wir hier wirklich ohne einen Schusswechsel durchkommen. Zumal es auch vollkommen hell ist. Die Tarnung funktioniert in der Nacht einfach besser. Doch der Alte vom Berge vom Berge ist der Meinung, dass es keine Zeit zu verlieren gilt. Wir schleichen uns weiter voran und schon wird auch meine Hoffnung restlos zunichte gemacht: Gewehrfeuer. Ich springe sofort in Deckung und erwidere das Feuer. Das Display meines Helms markiert mir 20 Personen, die aus ihrer Deckung heraus auf uns feuern. Ich vergrößere über meinen Helm, der mit meinem Gewehr verbunden ist, das Bild und bewege das Fadenkreuz, das auf das Display meines Helms projiziert wird, über den Kopf eines Soldaten, der, von einem stationärem MG aus, auf uns feuert und drücke ab. Zwar habe ich so etwas oft trainiert, doch mir wird schnell klar, was ich eben getan habe: ich habe einen Menschen getötet. Und der Soldat war höchstens 20 Jahre alt. Doch noch bevor ich mir darüber weitere Gedanken machen kann, explodiert etwas fast direkt neben mir. Ich war so in Gedanken versunken, dass ich den Warnruf vor der Granate nicht bemerkt habe. Die Druckwelle erschüttert meinen Körper. Zu meinem Glück ist die Granate neben einem Felsen explodiert, hinter welchem ich zuvor in Deckung gegangen bin. Kein angenehmes Gefühl, doch glücklicherweise bleibt es dabei: Ich trage keine Verletzungen davon. Als ich meinen Kopf wieder hebe sehe ich, dass nur noch fünf Soldaten am Leben sind. Und diese befinden sich bereits auf dem Rückzug. Ich ziele noch einmal und schieße einem der Fliehenden in die Beine. Er fällt hin, ist aber noch am Leben. Diesen ersten Feuerwechsel haben wir mit nur zwei Verlusten überstanden. Zu acht rücken wir weiter in die Stadt vor. Ich gehe zu dem Soldaten, dem ich ins Bein geschossen habe, welches er sich nun mit beiden Händen hält, trete seine Waffe weg und enttarne mich.

Vor Michael enttarnt sich eine tiefschwarze Gestalt. Durch den Helm kann er deren Gesicht nicht sehen.
„Wo ist sie?“ will die Gestalt wissen.
„Wer?“ fragt Michael unter Schmerzen.
„Du weißt genau wen ich meine! Die Nachfahrin!“ Michael wird klar, weshalb die Assassinen hier sind. Sie wollen Trassia! Das kann er nicht zulassen. Unter heftigen Schmerzen versucht er aufzustehen und den Assassinen anzugreifen. Doch als er zum Sprung ansetzt um diesen niederzuwerfen, bekommt er dessen Gewehrkolben ins Gesicht geschlagen. In den letzten Sekunden bevor er bewusstlos wird, hofft er, dass die anderen es schaffen Trassia zu schützen.